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Science Fiction und Fantasy
Nachzügler und Neuerscheinungen im April 1997
In der Regel erhalte ich die Rezensionsexemplare der Heyne-TBs um den 10. des Vormonats. Von Zeit zu Zeit ist die
zuständige Person krank oder es heißt "die EDV hat Schuld" und dann klappt es nicht. Nun ist es
wieder einmal so weit. Am 10.4. sind die April-TBs noch nicht da und in diesem Fall kommen dann auch Bücher von
anderen Verlagen zum Zuge. Die interessanten Heyne sind dann danach dazugekommen (19. April).
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Barbara Hambly
Gefährten des Todes (Travelling with the Dead).
317 Seiten. Paperback Bastei Lübbe 28234. Vampir-Roman. Februar 1997
Dies ist nun die Fortsetzung der "Jagd der Vampire". Mehr als 6 Jahre sind vergangen, seit ich diesen Roman
gelesen habe, aber bei der Lektüre der Fortsetzung ist mir doch einiges wieder eingefallen. "Jagd der Vampire"
hat mir damals sehr gut gefallen, vor allem, weil die Autorin einige neue Ideen in das Vampirgenre eingebracht hat. Sie
ist da in guter Gesellschaft mit Anne Rice, deren Chroniken um Lestat durch die Verfilmung des 1. Bandes auch der breiten
Maße bekannt sind und Nancy Collins, die mit ihren Sonja Blue-Romanen das Thema erneut variiert hat. Ich vermag
heute nicht zu beurteilen, ob "Gefährten des Todes" gleich gut oder schlechter ist, als "Jagd der
Vampire". Empfehlenswert als Vampir-Roman ist dieses Buch allemal, denn es ist spannend, farbig, kurzweilig. Auch
wenn einige Male bezug auf den 1. Band genommen wird, kann es auch ohne die Kenntnis des 1. Bandes sehr gut unterhalten.
Pflichtlektüre! ****
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Julian May
Der Fluch der Schwarzen Lilie (Blood Trillium).
479 Seiten. TB Heyne 10104. Fantasy.
Wer das Gemeinschaftswerk "Die Zauberin von Ruwenda" der drei Damen Bradlay, May und Norton gelesen
hat, wird sich bei diesem Roman sofort zuhause fühlen, denn er schließt beinahe nahtlos an diesen an. Am
Ende des 1. Romans wird der böse Orogastus besiegt, wobei es offen bleibt, was wirklich mit ihm geschieht. In
diesem Buch von Julian May wird klar, daß diese Fortsetzung schon während des Schreibens der 1. Bandes
geplant war. Nun, das muß nicht negativ sein und ist es m.E. auch nicht. Ich bin nicht der ganz große Zyklenfan,
aber den einen oder anderen lese ich recht gerne. Vorausgesetzt, ich muß mich nicht an jede Einzelheit der
Vorbände erinnern. Von dieser Serie über das Land Ruwenda bin ich nicht ganz überzeugt, aber sie ist
gut lesbar. Vielleicht ist es der Versuch, einesteils Zauberei andernteils technische Relikte einer Superzivilisation
miteinander zu verbinden, was für mich nicht überzeugend ausgefallen ist.
Fazit: Derjenige, dem "Die Zauberin .." gefallen hat, ist auch mit diesem Roman gut bedient, aber für mich
fehlt etwas, darum möchte ich ihm *** geben. |
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Dan Simmons
Die Feuer von Eden (Fires of Eden).
443 Seiten. TB Goldmann 41597. Roman. Oktober 1996
Mit Dan Simmons habe ich so meine Probleme. Der Mann wird überhäuft mit Preisen und seine Kollegen loben
ihn über alles. Bei diesem Titel ist es Stephen King, der zitiert wird: >>Dan Simmons schreibt wie ein Gott ... Ich
kann kaum sagen, wie sehr ich ihn beneide.<<. Also lieber Stephen, klar, daß Du es nicht sagen kannst. Du hast
keinen Grund ihn zu beneiden, denn so toll ist das nun auch wieder nicht. Und was den Gott angeht: Es gab immer schon
bedeutende und weniger bedeutende Götter. Dieser Spruch auf dem Cover sagt also überhaupt nichts.
Es ist ein unterhaltsamer Roman, in dem wir die Götterwelt der Ureinwohner Hawais kennenlernen, mit
Schwächen und Stärken und bis auf ein paar Stellen flüßig zu lesen. Aber auch dieses Mal bin ich
nicht von der überragenden Meisterschaft des Autors überzeugt. Die Hyperion-Bücher sind um mindestens
eine Klasse besser. Also ***.
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Nicola Griffith
Ammonit (Ammonite).
543 Seiten. HC Heyne 065646 Science Fiction
Das Hervorheben eines Bandes pro Monat durch das Hardcover des TB finde ich eine gute Idee, zumal dann, wenn es sich
um einen Roman wie diesen handelt. In der Mehrzahl der Fälle stimme ich tatsächlich mit dem Verlag
überein und ich hoffe, daß dies so bleiben wird und solange es sich um Titel wie diesen handelt, besteht auch
keine Gefahr. Dem einen oder anderen (männlichen) Leser mag es zu femministisch sein, aber es ist nur konsequent:
Da ein Virus alle Vertreter des männlichen Geschlechts auslöscht, kann kein Mann auf dem Planeten existieren
und im Roman eine Rolle spielen. Frauen hingegen werden durch das Virus verändert und ......
Ein sehr guter Roman, den ich gerne weiterempfehle mit ****. |
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C.J. Cherryh
Fremdling (Foreigner). 1. Roman des ATEVI-Zyklus.
461 Seiten. TB Heyne 065651 Science Fiction
Die Romane von Mrs. Cherryh gehören zu meinen absoluten Lieblingstiteln und dieser neue dreiteilige Zyklus
bestärkt nur meine Meinung. Im Chanur-Zyklus ist die Konfrontation verschiedener Rassen, der Versuch dieser, sich
kennenzulernen und zu verstehen, ein wichtiges Thema und dieser Gedanke wird im neuen Zyklus zum tragenden Element.
Mir, als beruflich mit Computern Beschäftigtem, fällt sofort das eine oder andere Detail auf, wenn vom Laptop
des Protagonisten die Rede ist. Ich bemerke, daß Mrs. Cherryhs Arbeit mit ihrem eigenen Internetserver Eingang
in die Romane gefunden hat und es nicht schlecht gelungen ist. Ihre Internetadresse ist bei den SF+F-Links zu finden und
ein Besuch ist überaus lohnend. Also: Lesen und das unausweichliche Lob per eMail an sie senden!
**** bis ***** für den 1. Band.
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Jennifer Roberson
Die Ehre der Prinzen (A Pride of Princes). Cheysuli-Zyklus Band 5.
574 Seiten. TB Heyne 065675 Fantasy
Nicht unbedingt erwartet, auch wenn es im nachhinein logisch erscheint, bleibt JR ihrem Prinzip treu: Sie setzt den
Zyklus mit der erwachsenen nächsten Generation fort. Was in den inzwischen vergangenen Jahren geschah, ist also
für sie unerheblich. Gut so, denn sonst wären noch drei Bände dazugekommen und neun sind mir genug.
Dieser 5. Band scheint mir etwas schwächer als die vorhergehenden zu sein. Dies mag aber auch an mir liegen, weil
die vergangene Woche ziemlich stressig war. Was die Gegenspieler der Cheysuli, die Ihlini angeht, erfahren wir ein paar
Einzelheiten. Die hinzukommenden Steinchen vergrößern aber das Mosaik und füllen es nicht aus. Es bleibt
spannend! Die **** bleiben auf jeden Fall, ohne Tendenz nach oben.
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