

Der Amerikaner Eric Andersen ist in unseren Landen noch unbekannter, als
die anderen von mir genannten Musiker. Seine Discographie ist mir nur soweit bekannt, wie ich Platten von ihm habe und
im Booklet seiner '88er CD lese ich, er kommt aus der Folkszene. Die ersten drei Alben in meiner Sammlung, kaufte
ich damals in den 70ern im Versandhandel, nachdem ich sein Blue River-Album entdeckt hatte, das es beim
Importservice der Phonogramm gab. Er singt fast ausschließlich eigene Songs, manchmal mit typischer
Country-Begleitung, oft begleitet er sich auf der Akustikgitarre, spielt Soli auf der Mundharmonika. Wie gerne hätte
ich es ihm gleich getan (Gitarren- und Mundharmonikaspiel), aber so gut war ich nie. Immerhin konnte ich seine Songs
einigermaßen nachspielen, wenn es mich auch viele Stunden gekostet hat, die Texte nach dem Gehör
niederzuschreiben. Sein "Violets of Dawn" muß in den Staaten ein ziemlicher Hit gewesen sein (so ist
zu lesen), viele seiner Songs wurden von bei uns bekannten Interpreten gespielt (Greatful Dead, Linda Ronstadt, Faiport
Convention, Judy Collins u.a.) wie z.B. sein "Thirsty Boots".
Wie ich schreibe, war es gar nicht einfach, all diese Platten zu bekommen. Nur weil ich in den Siebzigern in der
Plattenbranche gearbeitet habe, bin ich stolzer Besitzer dieser Scheiben. Viele von ihnen haben ihre eigene Geschichte,
ich weiß heute noch, wie ich sie entdeckt, von wem ich den Tip bekommen habe. Jede Musik hat ihre Zeit und wenn
bei mir die Zeit für Southern Rock ist, dann spiele ich diese LPs rauf und runter mit der dazu absolut nötigen
Laustärke.
In den letzten Jahren sind viele der alten Alben auf CD nachgepreßt worden und mit Glück kann man sie fast
alle finden. Vielleicht hast Du Lust dazu bekommen? Wenn ja, alles Gute bei der Suche und viel Spaß beim
Hören.

5. Januar 1997 + 5. März 2001