Zur Abwechslung gibt es in diesem Rezept weder Knoblauch noch Zwiebeln. Und auch kein Olivenöl!
:-).
Ich mache die Pilze ganz ohne Zutaten, nur mit dem eigenen Saft und Geschmack.
Es ist nicht allzu schwer Champignons zu bekommen, die alle die gleiche Größe haben, sehr sauber sind und somit
fast keine Arbeit machen. Ob es nun kleinere oder große Champignons sein sollen, hängt davon ab, ob sie als
Vorspeise oder als Beilage gedacht sind.
Als Vorspeise nehme ich kleinere und als Beilage die ganz großen Champignons.
Auch für die Austernpilze gilt es, sich etwa gleich große zusammenzusuchen. In fast allen Super- oder Fruchtmärkten bedienen wir uns selbst, somit ist dies eine Kleinigkeit.
Mit ein bisschen Glück müssen die Pilze nicht geputzt werden. Ansonsten wissen wir ja, dass Küchenpapier die
geeignete Putzhilfe ist.
Da die Stiele bei den Austernpilzen sehr fest sind und dies auch nach dem Backen bleiben, kann man ja die
dicksten rausschneiden. (Sie eignen sich z.B. sehr gut zum Mitkochen / Schmoren von Braten, weil sie auch
nach einer Stunde noch bissfest sind.)
Das Backrohr vorheizen bis auf etwa 160 bis 180 Grad. (Ich habe einen Gas-Umluftherd ohne Grill. Letzterer ist bei
E-Herden fast immer dabei, und kann genauso benützt werden.)
Die Pilze werden in einer Bratform oder auf einem Backblech (oder wie immer Ihr diese Teile nennt) schön
nebeneinander verteilt und dann in den Ofen geschoben. Champignons liegen bei mir alle mit dem Stiel nach
oben, damit an der Schnittfläche der Saft nicht ausläuft, Austernpilze mit den Lamellen nach unten. So bleiben
die Pilze saftig (sofern sie nicht zu lange backen).
Wie lange nun die Pilze backen, hängt von Ihrer Größe ab. Kleine Champignons lasse ich etwa 10 Minuten
garen und dann probiere ich halt einen, ob sie fertig sind. Große brauchen natürlich länger, aber mehr als
15 Minuten lasse ich sie nicht im Rohr. Lieber haben sie noch richtig Biss, bevor sie zusammenfallen. Btw
schmecken Champignons auch roh, die Austernpilze schmecken roh etwas bitter.
Natürlich könnt Ihr die Pilze nach dem Garen würzen und/oder mit Olivenöl oder einer Soße (z.B. kleingehackte Petersilie mit Olivenöl und ganz kleinen Zwiebelstückchen) anrichten. Aber zumindest solltet Ihr sie einmal ohne alles probieren. Ich denke, so intensiv und lecker im Geschmack, habt Ihr noch selten diese Pilze gegessen. Und einfacher in der Zubereitung geht es wirklich nicht mehr! :-)
5. Mai 2005